Die wahre Geschichte der Geisha

Mineko ist fünf Jahre alt, als sie in ein Geishahaus im weltberühmten Unterhaltungsbezirk Gion Kobu zieht. Sie wird von der Besitzerin adoptiert, damit sie eines Tages das Geschäft übernehmen kann. Tagein, tagaus muss Mineko fortan Tanz- und Musikunterricht nehmen, die Teezeremonie meistern und lernen, sich perfekt in das soziale Netz der Karyukais einzufügen. Sie wird zu einer Vorzeigegeisha, nimmt an Banketten mit ausländischen Staatsmännern teil und ist einer ganzen Generation Vorbild. Doch die Arbeit ist hart, die Richtlinien strikt, die Moderne will nicht in diesen Berufsstand einziehen und so schließt sie mit 29 Jahren ihr Leben als Geisha ab, um ihr privates Glück zu finden. Continue reading

Die Geschichte einer gewissen Frau

Kazue wächst Anfang des 20. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf auf: die leibliche Mutter verstorben, der Vater ein Lebemann, der das Geld der Familie durchbringt. Doch Kazue erträgt ihr Schicksal, gehorcht dem strengen Vater und akzeptiert seine neue, sehr junge Ehefrau. Im Dorf wird sie bemitleidet. Erst nach dem Tod des Vaters kann sie sich aus seinem Schatten befreien. Sie beginnt sich zu schminken, doch damit erregt sie nicht nur die Aufmerksamkeit der jungen Männer, sondern auch das Missfallen der Dorfbewohner. Üble Nachrede, Schlaftabletten, wechselnde Liebhaber und immer wieder die Flucht vor emotionaler Nähe bestimmen fortan ihr Schicksal… Continue reading

Deine Nacht, mein Tag

Mit diesem Kurzgeschichtenband taucht Mian Mian in die Welt der Rotlichtviertel und Künstlermilieus ein. Sie schreibt vom schönen Schein der Liebe, zerstörerischen Beziehungen, Selbstzerstörung durch Drogen und dem Leben in einer Stadt, die «arroganter» sei als ihre Bewohner – Shanghai. Vor allem das Leid der Frauen, die geschlagen, vergewaltigt, benutzt werden, oder selbst berechenbar ausbeuten, sind Thema in ihren Geschichten… Continue reading

La la la

Die Shanghaier Autorin Mian Mian beschreibt in vier Episoden, wie junge Chinesen mit Namen, die nach Eisbechern klingen, sexuelle Erfahrungen sammeln, Drogen und Alkohol verfallen. Sie schreibt über Gewalt, Selbstmord und Prostitution und das in einer Stadt, die der reinste Sündenphuhl zu sein scheint. Continue reading

Das Lied der Hoffnung


Anfang des 20. Jahrhunderts: Die chinesische Gelehrtenfamilie Song scheint auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Sie ist wohlhabend, gebildet und progressiv. Die männlichen Familienmitglieder besetzen hohe Beamtenpositionen und sind politisch engagiert. Aber auch die Song-Frauen sind nicht ohne: hübsch, schlau und dennoch stets den Familientraditionen treu. Eine harmonische Ehe gilt ihnen als höchstes Gut. Und dennoch tappt die Familie in jede “Falle”, die die jüngere chinesische Geschichte ihr bereitstellt: Falsche Parteizugehörigkeit und eine “kapitalistische” Vergangenheit bringen der Sippe nur Unglück. Doch auch Liebe liegt in der Luft, als eine Tochter des Hauses einen englischen Arzt kennen lernt… Continue reading

Mein intimes Tagebuch

Mu Zimei veröffentlichte im Internet ihr intimes Tagesbuch und bloggte sich so zu Ruhm und Anfeindungen. Nicht alle ihrer Leser waren begeistert von Mus unstetem Lebenswandel und die Nennung ihrer Sexualpartner brachte ihr zudem Ärger ein. Zensur war logische Konsequenz. Akribisch beleuchtet und analysiert sie ihre erotischen Abenteuer und wie sie im Licht der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Fünf Monate voller Laster, Einsamkeit und Weltschmerz. Continue reading