Enter the Phoenix

Der Triadenboss Hung ist schwer krank. Sein Sohn Georgie soll nun die Führungsposition im Clan “Rote Ehre” übernehmen. Da gibt es nur ein kleines Problem: Nicht nur, dass keiner weiß, wo sich Georgie aufhält, der neue Gangsterboss soll auch noch schwul sein. Hungs rechte Hand Cheung macht sich also auf die Suche und findet… Sam, Kumpel von Georgie und “Triadenfan”. Sam bekniet Georgie, dass er die Rolle des “Großen Bruders” übernehmen darf – und wenn nur zur Probe. Als Georgie dann vom Tod seines Vaters erfährt, willigt er schließlich ein. Als Sams angeblicher “Lover” muss er einiges ertragen und den neuen Boss nicht nur vor einem missgünstigen Konkurrenten, sondern auch vor sich selbst schützen…

“Enter the Phoenix” ist eine der besten Triadenpersiflagen, die Hongkong zu bieten hat. Eason Chan, der den Sam spielt, ist Besuchern des Hong Kong Filmpanoramas 2006 ja aus “Crazy’N the City” bekannt. Gekonnt mimt er den schusseligen Gangsterboss, der in jedes Triadenklischee tappt, das man sich vorstellen kann. Kein Wunder: Schließlich sind Scarface & Co. seine Idole und er möchte alles genauso machen, wie seine Helden im Film. So jagt ein Gag den nächsten und die Verwechslung von Sam und Georgie sorgt auch in Liebesdingen für Komplikationen: Georgie ist nämlich schwul; Sam ist es nicht! Und natürlich verliebt sich Sam zu allem Übel dann auch in ein Mädchen, das sich an Georgie ranmacht.

Doch was wäre ein Gangsterfilm ohne Action? Sam ist nicht unbedingt das, was man einen knallharten Killer nennen würde… Und so kommt es wie es kommen muss: Sam soll seinen Platz räumen, was zu zahlreichen Schießereien und Prügeleien führt. Top Actionsequenzen werden dabei stets mit einer ordentlichen Prise Humor gewürzt – aber ohne dabei in den Slapstick abzugleiten. Auch wenn “Enter the Phoenix” laut DVD von Jackie Chan «präsentiert» wird, so hat der Film herzlich wenig mit ihm zu tun. Er hat zwar eine Mini-Gastrolle, was aber Humor und Action angeht, so bietet “Enter the Phoenix” einen wesentlich vielschichtigeren Witz und modernere Kampfszenen als man hätte vermuten können. Mit ganz viel Selbstironie wird das Genre hier auf die Schippe genommen. Und dank der erstklassigen Besetzung wird es den meisten Zuschauern sehr schwer fallen den Film ohne laute Lachanfälle und stetes Grinsen zu überstehen.

Geeignet für: Lachtherapien
Einschätzung: Triad à la Carte

Rating: ★★★★★ 

Regie: Stephen Fung

Quelle
Label: e-m-s
OT: Daai lo oi mei lai
Jahr: 2004
Länge: ca. 101 Min.

Infos
Genre: Comedy, Crime, Action
Alter: ab ca. 12 Jahre

Darsteller
Sam: Eason Chan
Georgie Hung: Daniel Wu
Julie: Karen Mok
Kim: Chapman To
Cheng Chow: Stephen Fung

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