
Jun und Shiro kommen am gleichen Tag ins Gefängnis. Zunächst scheint es, als hätten sie nur ihre Tat gemeinsam: Mord. Während Jun den Mann umgebracht hat, der ihn vergewaltigt hat, sitzt Shiro schon zum zweiten Mal ein. Kaum wieder im Knast erweist sich Shiro als unliebsamer Zellengenossen -lediglich zu Jun kann er eine zarte Verbindung knüpfen. Doch dann wird Shiro ermordet. Jun gibt die Tat zu, aber es gibt noch andere, die ein Motiv gehabt hätten…
Ein Film, der verzaubert: Mit ästhetischen Bildern, verspielten Farb- und Lichteffekten und nicht zuletzt einer extravaganten Erzählstruktur versetzt Miike Takashi den Zuschauer mit “Big Bang Love, Juvenile A” in eine Traumwelt, die düster und faszinierend zugleich ist.

Im Rahmen eines Untersuchungsprotokolls geht Miike auf die Suche nach einem Mörder. Dabei taucht er in die Vergangenheit der beiden Hauptcharaktere ein und beleuchtet das emotionale Chaos von Insassen und Gefängnispersonal. Miike setzt vor allem auf die Aussagekraft von Bildern und inszeniert so ein minimalistisches Filmhighlight, das mit wenigen Trickeffekten große Wirkung erzielt. Theateranleihen wurden vom Regisseur von “Demon Pond” kaum zufällig gewählt. Kein Wunder also, dass auch der ausdrucksstarke Matsuda Ryuhei, wie bereits in “Demon Pond”, eine Hauptrolle ergattern konnte. Insgesamt ist “Big Bang Love, Juvenile A” eine wunderbare Mischung aus leicht zugängiger avantgardistischer Filmkunst und bodenständigem Psychodrama.
Geeignet für: bedrückend schöne Filmabende
Einschätzung: Hypnotisierend!
Rating: 



Regie: MIIKE Takashi
© Quelle
Label: Rapid Eye Movies
Jahr: 2006
Länge: ca. 85 Minuten
Version: DVD
Infos zum Film
Titel: Big Bang Love, Juvenile A
Originaltitel: 46-okunen no koi
Regie: Miike Takashi
Kategorie: Filmkritik / Japan
Genre: Drama / Thriller / Action
Alter: ab ca. 16 Jahre
Schauspieler
Jun: Matsuda Ryuhei
Shiro: Ando Masanobu
Sumio: Kubozuka Shunsuke
Makoto: Shibukawa Kiyohiko
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