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Ang LEE

Inhalt

1938 flieht die junge Shanghaierin Jiazhi vor den Japanern nach Hongkong und tritt dort am College einer Theatergruppe bei. Die Studenten sammeln Geld für den Freiheitskampf und wollen ihr Land auch mit Taten unterstützten. Als sie von dem Kollaborateur Yi erfahren, wollen sie die Chance nutzen und den Verräter erschießen. Jiazhi übernimmt dabei eine tragende Rolle und soll als Yis Geliebte Schwachstellen aufdecken. Doch bevor es dazu kommt, verschwindet Yi wieder nach Shanghai und die Gruppe wird enttarnt. Als Jiazhi desillusioniert untertaucht, ahnt sie noch nicht, dass sie vier Jahre später noch einmal die Gelegenheit haben soll, ihren Plan in die Tat umzusetzen. Doch die erneute Begegnung mit Yi, der inzwischen ein hoher Beamter ist, soll ihre Loyalität auf die Probe stellen…

FilmbilderKommentar

"Gefahr und Begierde" ist seit dem Welterfolg "Crouching Tiger, Hidden Dragon" die erste chinesische Produktion von Starregisseur Lee Ang. Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von Eileen Chang und bietet fesselndes Premium-Entertainment. Die Geschichte handelt von sechs Studenten, die den Mord an einem Vaterlandsverräter planen und ganz wie in einem Theaterstück eine fiktive Welt um ihre Zielperson herum aufbauen. Zunächst scheint sich eine zarte Liebesgeschichte, zwischen dem ambitionierten Anführer der Theatertruppe und der hübschen Jiazhi zu entwickeln. Doch dann nimmt die Handlung einen dramatischen Verlauf, der Jiazhi zwischen den Fronten zurücklässt. Je näher sie dem auserkorenen Opfer Yi kommt, desto mehr verfällt sie ihrer Rolle als Geliebte. Hauptdarstellerin Wei Tang (Jiazhi) gibt mit "Gefahr und Begierde" ihr Debüt auf der Kinoleinwand und überzeugt durch eine facettenreiche und emotionale Performance, die auch vor erotischen Sequenzen nicht zurückschreckt. Tony Leung (Yi) besticht mit kühler Konsequenz. Lee Ang hat mit diesem Film ein packendes Drama inszeniert, das neben einer spannenden Spionagegeschichte auch ausdrucksstarke Darsteller bietet.

Geeignet für: intensive Dramastudien

Einschätzung: Großes Theater

4 Sterne

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2008)