Cover

Banjong PISANTHANAKUN &
Parkpoom WONGPOOM

Inhalt

Der Fotograf Tun und seine Freundin Jane überfahren auf einer einsamen Straße versehentlich eine Frau und machen sich in Panik aus dem Staub. Dass dies in einem Horrorfilm nicht gut gehen kann, versteht sich von selbst. Und so erscheinen auf Tuns Fotos bald seltsame Schatten und verschwommene, bleiche Gesichter. Ihn selbst plagen mysteriöse Nackenschmerzen, und nach und nach begehen seine besten Freunde Selbstmord. Treibt hier ein rachsüchtiger Geist sein Unwesen?

FilmbilderKommentar

Endlich einmal wieder ein Film in der Nachfolge von "Ringu", der einen tatsächlich erschreckt! Der Geist sieht zwar natürlich aus wie ein Klon von Sadako (allerdings mit Haaren nach hinten), seine Auftritte sind aber extrem wirkungsvoll inszeniert. Und so lässt es sich schon nach etwa einer Viertelstunde sehr schön gruseln, wobei die Spannung fast kontinuierlich gehalten wird. Auch die Story entwickelt sich bald vielschichtiger als zunächst gedacht. Es gibt einige unerwartete Wendungen und tatsächlich nur wenige logische Lücken. Die Charaktere sind glaubwürdig, wirken weder hölzern noch übermäßig hysterisch. Vor allem Ananda Everingham gibt den zunehmend in Panik verfallenden Tun sehr überzeugend. Als bahnbrechend originell lässt sich "Shutter" nun nicht bezeichnen, aber für 90 Minuten wohligen Schauderns reicht es voll und ganz.

Geeignet für: Schreckhafte Fotografen

Einschätzung: Stilvoller Grusel à la "Ringu"

3 1/2 Sterne

Text © Anne Herskind für DragonViews.com (2006)