Cover

BONG Joon-ho

Inhalt

Gang-du ist passionierter Vielschläfer und auch sonst nicht unbedingt aufgeweckt. Als dann seine Tochter eines Tages von einem riesigen Monster verschleppt und seine ganze Familie in Quarantäne gesteckt wird, mobilisiert er alle seine Reserven. Er flüchtet aus dem Hochsicherheitstrakt und macht sich samt Vater, Bruder und Schwester auf die Suche nach seiner Tochter. Doch das Monster will seine Beute nicht so schnell aufgeben und auch das Militär hat kein Interesse am Erfolg der Familienmission…

FilmbilderKommentar

Blut ist eben doch dicker als Wasser. Und so scheut eine kleine koreanische Familie in "The Host" weder Mühen noch Kosten, um ihr kleines privates Glück zu erhalten – auch wenn Familie Park alles andere als ein idyllisches Familienleben führt. Gang-du arbeitet im Kiosk seines Vaters und bietet seiner Tochter schon einmal ein Bier an. Gang-dus Vater ist gutmütig und vertraut seinem ältesten Sohn aufopfernd, auch wenn dieser ihn immer wieder enttäuscht. Ebenfalls eine Enttäuschung, zumindest in sportlicher Hinsicht ist Gang-dus jüngere Schwester. Die verliert wie üblich im entscheidenden Moment die Nerven und vergibt so den Meistertitel im Bogenschießen. Und auch Gang-dus jüngerer Bruder kann nicht wirklich etwas vorweisen – und das obwohl er studiert und sich politisch engagiert hat. Zusammen bilden sie ein seltsames Team, das den Irrsinn einer von den Amerikanern vorgetäuschten Epidemie überleben und ein riesiges, einem Schlammspringer ähnelndes Monster bekämpfen muss. Bitterbös bis zuckersüß sind die Nuancen des Films, der irgendwo zwischen Horror, Thriller, Drama und Komödie schwebt – "The Host" erstreckt sich quer über fast alle Genres und bietet so einen extrem unterhaltenden und spannenden Monsterfilm, der auch technisch gut umgesetzt wurde (kleine satirische Seitenhiebe auf die Amerikaner inklusive).

Geeignet für: Hauptsendezeiten

Einschätzung: Kioskverkäufer stürzt Monster-Schlammspringer ins Verderben

4 1/2 Sterne

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2007)