"Lady Vengeance"
PARK Chan-wook
Inhalt
Mit 19 soll Lee Geum-ja einen kleinen Jungen entführt und grausam ermordet haben. Im Gefängnis gibt sie sich jedoch als barmherzige Samariterin und vorbildliche Insassin. 13 Jahre später wird sie entlassen und kann sich endlich auf das konzentrieren, was sie in all den langen Jahren geplant hat: Die Rache an dem eigentlichen Täter. Doch bald stellt sich heraus, dass der kleine Junge von damals nicht sein einziges Opfer war. Und so greift Geum-ja zu einer ungewöhnlichen Art der Rache. Töten alleine wäre zu einfach…
Kommentar
Wieder einmal eine ungewöhnliche Geschichte, die Park Chan-wook mit "Lady Vengeance" erzählt. Eine junge Frau bekennt sich eines Mordes schuldig und muss für den eigentlichen Täter im Gefängnis büßen. Ihre Rache plant sie akribisch, wirkt wie ein vom Himmel herab geschwebter Engel und agiert gleichzeitig kühl und gnadenlos. Mit Licht- und Farbeffekten inszeniert Park Chan-wook seine Hauptfigur biblisch anmutend. Dabei verzichtet er jedoch auf Gewaltorgien. Geum-jas Sehnsucht nach Vergebung und ihre selbstauferlegten Qualen stehen im Zentrum des Films. Bewegend spielt Lee Yeong-ae ihre Rolle als Geum-ja im Sumpf des Gewissens. Ihr Konterpart, der Lehrer Baek, wird pikanterweise von Choi Min-sik verkörpert, der Filmliebhabern noch aus "Oldboy" bekannt sein dürfte und, wie "Lady Vengeance", Teil von Park Chan-wooks Rache-Trilogie ist ("Sympathie for Mr. Vengeance", "Oldboy", "Lady Vengeance"). Der letzte Teil der Vergeltungsfilme bildet einen wunderbaren Abschluss der insgesamt ausgezeichnet inszenierten Reihe.
Geeignet für: Wölfe im Schafspelz
Einschätzung: Rachegelüste unter Heiligenschein mit exzellenter Besetzung

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2007)
Home
Bücher
Filme
Musik
Spiele
AniManga
Kultur
Events


