"Haunted Village"
AHN Sang-hoon
Inhalt
Die frisch aus der Suspendierung zurückgekehrte Polizistin So-young soll mit ihrem neuen Partner Hyun-ki einen Mordfall untersuchen. Nacheinander sterben drei Männer auf mysteriöse Weise. Alle Opfer haben vor ihrem Tod per E-Mail eine Einladung «in die Vergangenheit» erhalten. Wie sich herausstellt waren die Opfer befreundet und in den Unfalltod eines jungen Mannes vor neun Jahren verwickelt. Auch der erfolgreiche Arzt Dong-min war damals mit in Salt Village und gerät unter Tatverdacht. Doch als Dong-min vor So-youngs Augen qualvoll und voll panischer Angst stirbt, gehen der Polizistin die Verdächtigen aus…
Kommentar
Der Titel des Films lässt auf einen gruseligen Geisterfilm hoffen, die Story zumindest noch auf einen mysteriösen Thriller. Beides ist pures Wunschdenken. Die spärlich verwendeten Horroreffekte sind hinlänglich bekannt und verschrecken noch nicht einmal schreckhafte Großmütter. Vor allem sieht man jedoch, dass man nichts sieht. Der unbekannte Mörder bleibt stets im Hintergrund. Leicht verzerrte Gesichter sollen die Spannung auf das Folgende erhöhen. Schade nur, dass die Darsteller in diesem Film wenig Talent für diesen Auftrag besaßen und eher verwundert als panisch dreinblicken. Da die Story auch nicht besonders spannend und nur wenige Überraschungen parat hält, bleibt der Puls des Zuschauers stets im Schlafbereich. "Haunted Village" ist einer dieser Filme, die man aufgrund des Titels und Covers kauft und dann enttäuscht weiterverkauft – soll sich doch ein anderer damit in tiefe Träume gucken…
Geeignet für: Horrorfans, die sich schon bei dem Begriff "Haunted" gruseln
Einschätzung: Schlaftablette

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2008)
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