"Friend"
KWAK Kyung-taek
Inhalt
Jeong-suk, Dong-su, Jeong-ko und Sang-taek wachsen zusammen auf und sind die besten Freunde. Doch das Leben der vier Jungs driftet immer weiter auseinander. Sang-taek und Jeong-ko kommen aus respektablen Familien und gehen aufs College; Dong-su schämt sich hingegen für seinen Vater, einen Leichenwäscher, und würde alles tun, um sein Geld anders zu verdienen; und Jeong-suk kommt aus einer Gangsterfamilie – sein Weg scheint ohnehin vorbestimmt. Als Jeong-suk dann den Drogen verfällt und Dong-su einer verfeindeten Bande beitritt eskaliert die Situation und selbst Jeong-ko und Sang-taek können die Gruppe nicht mehr zusammenhalten.
Kommentar
"Friend" ist nicht nur eine Geschichte von vier Freunden. Es ist eine Geschichte über
Wut, Verzweiflung, Trauer und Loyalität. Nicht jeder bekommt im Leben die gleichen Karten zugeteilt – diese Lektion lernen die vier
Jungs schon sehr früh. Doch egal wie sehr sie sich an ihre Jugendfreundschaft klammern, die Realität ist hart und unfair. Anpassen
oder untergehen – eine andere Wahl gibt es nicht.
Der Film bietet reichlich Gelegenheit zu großen Gefühlen und dramatischen Szenen – leider schafft es Kwank
Kyung-taek jedoch nicht, diese entsprechend emotional umzusetzen. Er verpasst es genauer auf die einzelnen Charaktere einzugehen, die dank
der vorzüglichen Besetzung wirklich großes Entertainment hätten bieten können. So reißt der Film lediglich die
unrühmlichen Momente von Dong-su und Jeong-suk an, Sang-taek und Jeong-ko hingegen wirken fad und undefiniert.
Insgesamt bietet "Friend" jedoch noch ein interessantes und sehenswertes Drama, das die Fallstricke des Lebens und das
keinesfalls glorreiche Leben als Gangster gut widerspiegelt.
Geeignet für: Loyalisten mit Gespür für verborgene Gefühle
Einschätzung: Abgeklärtes Musketierdrama

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2007)
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