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PARK Chan-wook

Inhalt

Nach einem vermeintlichen Selbstmordversuch wird Young-goon in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Selbst für die Patienten dort ist Young-goon ein kleines Rätsel: Sie spricht mit dem Getränkeautomaten und den Deckenlampen, und weigert sich zu essen. Der Kleptomane Il-sun interessiert sich brennend für die ungewöhnliche junge Frau und entdeckt ihr Geheimnis: Sie ist ein Cyborg! Um Young-goon zu helfen, soll Il-sun ihr Mitleid stehlen. Sie will dann alle Ärzte töten, um ihrer in einer Anstalt lebenden Oma ihr Gebiss bringen zu können. Doch auch ein Cyborg benötigt jede Menge Energie – gut, dass Il-sun gelernter Elektriker ist…

FilmbilderKommentar

Park Chan-wook konnte bereits mit seiner Rachetrilogie große Erfolge feiern ("Sympathy for Mr. Vengeance", "Oldboy", "Lady Vengeance"). Und auch mit "I'm a Cyborg, But That's OK" bleibt der koreanische Regisseur seinem ungewöhnlichen Stil weiterhin treu. In diesem Film schickt er den Cyborg Young-goon in die geschlossene Abteilung eines Krankenhauses, wo sie im wahrsten Sinne des Wortes auf verrückte neue Freunde trifft. Young-goon wird übrigens von Lim Su-jeong gespielt, die Filmfans u.a. aus "A Tale Of Two Sisters" bekannt sein dürfte. In der Welt der Irren kann sich Park wieder einmal so richtig austoben. Die wahnwitzigen Charaktere sorgen für eine durchweg lebendige und amüsante Story; die Spezialeffekte und phantastischen Fantasiewelten der Patienten machen den Film dann zu einem echten visuellen Highlight. Ohne zu überdreht oder kitschig zu wirken, schafft es Park dann auch, ganz nebenbei eine kleine Liebesgeschichte zu erzählen. Zwischen Gruppentherapie und Elektroschocksitzung wird eine ganze Krankenhausbelegschaft ausradiert und Menschen hängen an überdimensionalen Gummibändern – herrlich!

Geeignet für: den ausgefallenen Kino-Kick

Einschätzung: Einfach irre!

4 Sterne

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2008)