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KIM Ki-duk

Inhalt

Das 23.Coast Guard Platoon bewacht die Küste Südkoreas gegen nordkoreanische Spione. Insbesondere Soldat Kang ist eifrig bei der Sache. Für ihn steht fest, dass er einen Eindringling fassen und erschießen wird. Doch dieser Traum wird schnell zum wahrhaftigen Alptraum. Ein unbedarftes Liebespaar vergnügt sich im Sperrgebiet und der Mann wird von Kang erschossen. Das Mädchen überlebt und wird verrückt. Heroisch ist das nicht. Kang dreht durch und erklärt dem Militär den Krieg…

FilmbilderKommentar

Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn: Kim Ki-duk spaltet die Filmwelt. Verständlich. So sind seine Werke stets provokant und erzählen Geschichten aus den Abgründen der menschlichen Seele. "The Coast Guard" ist in dieser Beziehung eher gemäßigt. Kim Ki-duk beleuchtet ein fragwürdiges System aus striktem Drill, Patriotismus und menschlichen Schwächen. Ein Soldat sucht nach Erfüllung im Kampf gegen das Böse und findet sein Gewissen – genau in dem Augenblick, in dem er den Verstand verliert. Gleichzeitig nutzt das Militär seine Macht schamlos aus, um Fehltritte zu vertuschen, Unliebsames zu beseitigen und wird dafür von einem aus seinen eigenen Reihen zur Rechenschaft gezogen. Vielleicht muss es so sein… Der Film regt zum Nachdenken an und wird selbst die meisten Kritiker des koreanischen Skandalregisseurs überzeugen.

Geeignet für: fanatische Patrioten

Einschätzung: Eindringliches Militärdrama mit erschreckend realistischen Ansätzen

4 1/2Sterne

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2007)