"Tokyo Decadence"
MURAKAMI Ryû
Inhalt
Die junge Ai arbeitet als Sado-Maso-Prostituierte in den Hightowers von Tokyo. Sie wird von Wirtschaftsbossen und Gangster gedemütigt und hält diese Qualen nur aus, weil sie immer noch darauf hofft, dass ihr Ex-Freund irgendwann zu ihr zurückkehren wird. Doch als der schließlich wieder in die Stadt kommt, ist er verheiratet und unerreichbar. Für Ai eine Katastrophe. Sie gibt sich den Drogen hin und versumpft allmählich im Milieu…
Kommentar
Die unsichere, unscheinbare Ai geht in den Nobelhotels ein und aus – hinter den verschlossenen Hotelzimmertüren verkauft sie sich an Männer und Frauen mit perfiden sexuellen Gelüsten. Anfangs wirkt sie noch sehr steif und unwillig. Doch je mehr sie von dem Gewerbe erfährt, desto mehr gibt sie sich ihm hin. Sie beginnt Drogen zu nehmen und stürzt schließlich ab. "Tokyo Decadence" ist die tragische Geschichte einer hübschen jungen Frau, die sich für gänzlich untalentiert hält. Leider ist die Mischung aus Erotik und Drama hier etwas unglücklich und unausgeglichen kombiniert: Zunächst frönt der Film einem extravagantem Erotikrausch, um dann hinterher im melancholischen Drogenrausch zu versinken. Hinzu kommt eine stellenweise sehr langatmige Umsetzung mit Darstellern, die zumeist zu zurückhalten sind. Trotz der dramatischen Charakterentwicklung fehlt dem Film eine gehörige Portion Leidenschaft und Spannung. Lediglich Gaffer kommen hier voll auf ihre Kosten – zumindest die erste Hälfte des Films.
Geeignet für: alle, die sich gerne an geilen Sekretärinnen ergötzen
Einschätzung: Außer Erotik tote Hose

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2008)
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