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KITANO Takeshi

Inhalt

Gangster Murakawa denkt daran in Rente zu gehen. Und gerade für einen Yakuza ist der richtige Zeitpunkt für eine solche Veränderung entscheidend. Als nun Murakawas Boss entscheidet, sich in einen Clan-Krieg auf Okinawa einzumischen, ist Murakawa nicht gerade begeistert, sich und seine Männer dieser Gefahr auszusetzen. Und es kommt, wie es kommen muss. Kaum befindet sich Murakawas kleine Truppe auf Okinawa, müssen sie schon feststellen, dass die Angelegenheit etwas zu heikel für sie ist. Also warten sie in einem Häuschen am Strand auf weitere Anweisungen und treiben dabei nichts als groben Unfug. Doch dann holt sie ihr Beruf wieder ein – denn sie stehen auf der Abschlussliste der örtlichen Yakuza – nicht ganz ohne Einflussnahme eines Bekannten aus Tokyo…

FilmbilderKommentar

Zwar hat die Geschichte nicht viel zu bieten, und auch die Bilder sind nicht so eindrucksvoll wie so manch anderer Film von Kitano, aber die Charaktere, die uns hier präsentiert werden, sind einfach herrlich – vor allem wenn sie sich dem "groben Unfug" widmen, den Murakawa und seine Kollegen aus Mangel an Aufträgen anstellen: Duschen im Regen, Fallgruben schaufeln, Russisches Roulette. Murakawa selbst, gespielt von Kitano, fällt so einiges ein, um seinen Leuten die Langeweile zu vertreiben. Und das Duo zweier junger Yakuza, die nichts als Blödsinn im Kopf haben, ist zum Totlachen. Einer der Beiden, Ken, wird von Terashima Susumu gespielt, den viele bereits aus "Hana-bi" oder "Ichi the Killer" kennen werden. Und auch hier liefert er eine gute Performance.
Auch wenn Kitano Takeshi, wen überrascht es, wieder einmal auf Gewalt nicht verzichten kann, so ist sie hier eher moderat eingesetzt und wird nicht ganz so viele Zuschauer schocken. Und: Was wäre ein Yakuza-Film ohne ein bisschen Schießerei?
Insgesamt ein netter Gangsterfilm, der sich einmal mit dem "Sommerloch" des Yakuza-Daseins beschäftigt.

Geeignet für: alle, die Anregungen für den Strandurlaub brauchen *grins

Einschätzung: Tropischer Gangsterfilm zum Schmunzeln

3 Sterne

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2006)