"Ring – Das Original"
NAKATA Hideo
Inhalt
In Japan geht die Angst vor einem Videofluch um. Die Reporterin Reiko recherchiert und erfährt, dass jeder, der sich ein bestimmtes ominöse Videoband ansieht, innerhalb einer Woche sterben soll. Sie startet einen Selbstversuch und schaut sich das Tape an. Fasziniert begiebt sie sich auf Spurensuche und stößt auf eine grausame Vorgeschichte. Ernst wird die Sache, als Yoichi, der kleine Sohn von Reiko, das Video entdeckt und es sich anschaut. Zusammen mit ihrem Exmann versucht die verzweifelte Mutter, den Fluch noch abzuwenden…
Kommentar
"Ring" oder "Ringu", wie der Film im Original heißt (und neuerdings auch im
Ausland genannt wird, um eine Verwechslung mit dem gleichnamigen amerikanischen Remake zu vermeiden), ist absoluter Kult. Langsam baut sich
die Spannung auf und gipfelt in einem Höhepunkt, der kaum zu überbieten ist. Gruselig bis zur letzten Minute, spielt
"Ring" mit unseren Ängsten und hinterlässt nachhaltig gesträubte Nackenhaare. Insbesondere wenn man den Film
nachts anschaut und sich alleine durch eine dunkle Wohnung tastet, sehnt man sich plötzlich sehr nach einem hell erleuchteten Zimmer
– ohne Videorecorder – und verweilt dort erst einmal ein halbes Stündchen...
Der Shocker verliert allerdings viel mit der deutschen Synchronisation, daher sollte der Film auf jeden Fall auf Japanisch angesehen
werden. Desweiteren sei angemerkt, dass der Film keine Hollywood-Züge aufweist, d.h. keine kurzen, schnellen Schreckeffekte. Wer das
braucht, um sich zu gruseln, wird diesen Film nicht zu schätzen wissen.
Geeignet für: alle, die sich eine schlaflose Nacht leisten können
Einschätzung: Grusel-Kult vom Feinsten

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2006)
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