"Loft"
KUROSAWA Kiyoshi
Inhalt
Die erfolgreiche Schriftstellerin Reiko steckt in einem Tief: Ihr Agent will einen neuen Bestseller und zu allem Übel passieren immer häufiger mysteriöse Dinge. Reiko benötigt dringend einen Ortswechsel und zieht aufs Land. Doch sehr bald erfährt die Schriftstellerin von einer Sumpfmumie, die in der Nähe gefunden wurde – und ausgerechnet ihr Nachbar bitte sie eines Tages darauf aufzupassen! Böse Vorahnungen plagen Reiko, die sehr bald zur grausamen Wirklichkeit werden.
Kommentar
Eine Mumie im Schlafzimmer – wem würde es da nicht schaudern? Schade nur, dass der Plot von Kurosawas "Loft" insgesamt zu schnell zu durchschauen ist, als dass er bleibende Gänsehaut verursachen könnte. Die Struktur dieses Mysterykrimis ist mit seinen vielen Rückblenden jedoch interessant. Eine Schriftstellerin zieht sich in die vermeintliche Einsamkeit zurück und trifft mit ihrem Nachbarn, einem Anthropologen, auf einen leicht verstörten Mann mit düsterer Vergangenheit. Und auch die Nebencharaktere sind nicht immer so harmlos, wie sie zunächst scheinen. Gruselig ist daran jedoch recht wenig, vor allem, da das Timing der entsetzten Angstschreie denkbar unpassend spät gewählt und mit Schockmomenten gegeizt wurde. Spannende Szenen bietet der Film dennoch. Insbesondere die so gar nicht nachvollziehbaren Entscheidungen von Reiko geben einige Rätsel auf. Kein eigentlicher Horrorfilm also, sonder ein Mysterystreifen, der handwerklich solide, keinesfalls aber optimal umgesetzt wurde.
Geeignet für: alle, die schon einmal unbedarft eine Schlammpackung genossen haben
Einschätzung: Mysterykrimi ohne nennenswerten Horror

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2007)
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