Cover

FUJITA Toshiya

Inhalt

1874: In einem Tokyoter Zuchthaus bringt eine von Rachdurst und Hass erfüllte Frau ein Kind zur Welt, das nur zu einem Zweck "geschaffen" wurde: Vergeltung zu üben. Vergeltung für den Tod des Vaters und Bruders, Vergeltung für die Schändung und Demütigung der Mutter. Und so wird die kleine Yuki bereits als Kind von einem Priester in verschiedenen Kampftechniken geschult, um irgendwann die Peiniger ihrer Familie zur Rechenschaft ziehen zu können. 20 Jahre später ist es soweit: Yuki macht sich auf, die selbst verhängten Todesurteile zu vollstrecken. Doch selbst ein «Kind der Vergeltung» ist nicht gegen unerwartete Emotionen gefeilt, und so muss Yuki nicht nur mit Gangstern, sondern auch mit sich selbst kämpfen.

FilmbilderKommentar

Jedem Kinofan werden sofort die frappierenden Ähnlichkeiten zwischen Lady Snowblood und O-Ren Ishii aus Quentin Tarantinos "Kill Bill" auffallen: die Titelmelodie, Teile der Hintergrundgeschichte und sogar ganze Filmsequenzen hat Tarantino, der sich auch sonst gerne vom asiatischen Kino inspirieren lässt, übernommen. Kein Wunder! Zählt "Lady Snowblood" doch unumstritten zu den zeitlosen Meisterwerken des japanischen Kinos. Skeptiker, die sich bisher vehement und erfolgreich gegen den Reiz der Samuraifilme gewehrt haben, werden es schwer haben, "Lady Snowblood" nicht zu mögen.
Eine durchgehend spannend erzählte Story, kunstvoll umgesetzte Kampfszenen und ein betörender Soundtrack machen den Film zum Must-Have jeder DVD-Sammlung!

Geeignet für: einsame Nächte mit Schoki-Überschuss

Einschätzung: Emanzipation einmal anders

5 Sterne

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2006)