"Ju-on: The Curse"
SHIMIZU Takashi
Inhalt
Kobayashi ist Grundschullehrer und will eigentlich nur bei einem Schüler nach dem Rechten sehen, der seit einiger Zeit nicht mehr zur Schule gekommen ist. Doch einen "kranken, kleinen Jungen" hatte er sich anders vorgestellt. Der Schüler fängt plötzlich an merkwürdige Katzenlaute von sich zu geben und redet mit einer Mutter, die gar nicht im Hause zu sein scheint. Kobayashi ist ein Geisterhaus geraten, in dem ein Fluch wütet – und der weitet sich immer mehr aus…
Kommentar
"Ju-on: The Curse" ist ein Klassiker der japanischen Horrorfilmszene und trotz Mangels technischer
Gruseleffekte, immer noch unheimlicher als so manche massentaugliche Hollywoodproduktion. Die böse Vorahnung, die den Zuschauer vor den
Fernseher bannt, ist spannender als literweise Blut und kreischende Teenies. Garniert mit einigen traditionellen Schockereffekten macht das
"Ju-on: The Curse" zu einem sehr sehenswerten Film.
Eigentlich sind es ja zwei Filme, die in dieser Edition präsentiert werden, doch inhaltlich sind die Filme so eng aneinander geknüpft,
dass ein Zusammenschluss mit der Fortsetzung um einiges schöner gewesen wäre – zumal die ersten dreißig Minuten des
zweiten Teils lediglich einen Ausschnitt des ersten Teils bieten.
Im Vergleich zum ersten Teil, bringt der zweite zwar einige neue Einsichten, doch nicht mehr die gleiche Spannung. Tipp: Beide Filme
gleich hintereinander angucken – im Dunkeln versteht sich und mit Originalton – und beim zweiten Teil einfach die erste halbe
Stunde Wiederholung überspringen.
Fazit: Nicht ganz so schaurig wie "Ring", aber immer noch ein Garant windige, einsame Nächte zu
einem ganz besonderen Erlebnis werden zu lassen…
Geeignet für: die erste Nacht in der neuen Wohnung
Einschätzung: Wandschränke abschließen und einfach schön gruseln

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2008)
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