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MIIKE Takashi

Inhalt

Izo wird im alten Japan qualvoll hingerichtet. Sein Geist, von Hass erfüllt, wandelt ruhelos durch die Jahrhunderte und richtet jeden mit seinem Schwert, der ihm über den Weg läuft. Rache bestimmt sein Denken, ob in der Geisterwelt oder in der Realität. Auf seinem Weg der Vergeltung begegnet er Bekannten, Gangstern und Vertretern der Gesellschaft, mit denen er gnadenlos abrechnet. Und je mehr er tötet, desto schneller verwandelt er sich in einen Teufel…

FilmbilderKommentar

Miike Takashi ist bekannt für seine groß zelebrierten Gewaltorgien. Und "Izo" ist einer dieser Filme, bei denen man niedergemetzelte Leichen kaum noch zählen kann. Blutrünstig, brutal und gnadenlos streift Izo mit traumwandlerischer Sicherheit durch die Jahrhunderte und kann weder von Yakuza, noch Sonderkommando aufgehalten werden. Miikes Film ist ein surreales Schauspiel mit philosophischen Anleihen. Die Hölle ist immanent und die Gesellschaft sicherlich ein Teil davon. Und so bietet "Izo" neben plumpem Gemetzel auch jede Menge Spielraum für Interpretationen. Immer wieder trifft Izo auf seinem Weg auf einen Balladensänger, der einem Erzähler gleich, ans Theater erinnert. Miikes experimentelle Bilderflut, begleitet von alten Filmaufnahmen (insbesondere Kriegsbilder) werden sicherlich nicht jeden überzeugen. Wer sich jedoch nicht an blutigen Bräuten und Kindern stört, kann sich auf einen echten Miike freuen.

Geeignet für: intensive Metapherstudien

Einschätzung: Brutale Bilderflut und philosophische Gesellschaftskritik

3 Sterne

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2008)