"Go"
YUKISADA Isao
Inhalt
Sugihara ist ein »Zainichi«, ein Japaner mit koreanischer Abstammung. Er geht auf eine nordkoreanische Schule und soll sich als guter Patriot beweisen. Stattdessen prügelt er sich lieber und stellt allerhand Unsinn mit seinen Kumpels an. Doch auch auf der japanischen Schule läuft es nicht besser. Sein Vater wird für eine Hawaiireise zum Südkoreaner und seine Mutter kriegt regelmäßig die Krise. Sugihara reicht es. Er kann das ganze Nationen-Geschwätz der anderen nicht mehr ertragen, prügelt sich und geht ansonsten seinen eigenen Weg. Doch dann trifft er ein Mädchen und plötzlich kann Sugihara seine bikulturelle Identität nicht mehr ignorieren…
Kommentar
"Go" ist ein herrlicher Film übers Erwachsenwerden, über die Liebe und das Leben in zwei Kulturen. Sugihara ist frustriert, da er sich täglich mit Rassismus, Vorurteilen und Idioten herumschlagen muss. Als er sich dann jedoch verliebt, hilft seine Taktik des Ignorierens und Zurückschlagens nicht mehr. Der sympathische Rebell, der eigentlich gar keiner ist, wagt den Aufstand gegen die Gesellschaft. Mit schnellen, genau getimten Schnitten, mitreißenden, aber auch sehr gefühlvollen Momenten wechselt Yukisada Isao in "Go" geschickt zwischen actionreichen und dramatischen Szenen. Die "Coming of Age" Story des Films ist brutal und amüsant verwoben mit einem Einwandererdrama. Auch wenn das Ende von "Go" ein wenig "cheesy" ist, so bietet der Film bis zu Schluss spannendes Premiumkino, das für jeden Geschmack etwas parat hält. "Go" – da ist der Name Programm.
Geeignet für: eintönige Fernsehabende
Einschätzung: Durchschlagend tragisch-komisches Einwandererdrama

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2008)
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