Cover

Ram Gopal VARMA

Inhalt

Subhash Nagre ist der mächtigste Gangsterboss Bombays – der Sarkar. Mit eiserner Hand und Prinzipien hat er sich unter dem einfachen Volk einen Namen als ehrenwerter Mann gemacht. Doch nicht jeder schätzt die Entscheidungen des Sarkars. Und so beschließen einige Gangster den Subhash zu töten und den Mythos Sarkar ein für alle Mal zu zerstören. Selbst Subhashs älterer Sohn Vishnu wendet sich gegen ihn. Nur sein jüngerer Sohn Shankar glaubt an ihn und ist bald selbst eine wandelnde Zielscheibe.

FilmbilderKommentar

Was als Hommage an "Der Pate" gedacht ist, ist leider zu vorhersehbar, als dass es zum Kultstreifen reifen könnte. Der Anfang von "Sarkar" ist sehr bedächtig und ruhig gehalten, um den Mythos Sarkar aufzubauen, verfängt sich jedoch in platten Gangsterklischees. Intrige, Mordanschläge, Familienzwist – alles ist in dem Film enthalten und alles ist zu leicht vorherzusehen. Die Liebesgeschichte zwischen Shankar und seiner Pooja ist langatmig und wenig überzeugend. Zudem sind einige Szenen so dunkel gehalten, dass es schwierig wird wichtige Details zu erkennen – stattdessen wirkt die Atmosphäre eher einschlummernd. Schade, denn ungewöhnliche Kameraperspektiven und ein packender Soundtrack machen den Film stellenweise zu einem echten Highlight. Auch die Darsteller wurden bis auf wenige Ausnahmen exzellent besetzt und spielen ihren Part mit viel Feingefühl. Doch auch wenn der Film kein mitreißender Thriller ist, so ist er dennoch unterhaltend und abendfüllend – nur eben kein Vergleich zu "Der Pate".

Geeignet für: Klischeemafiosi mit Familiendrama

Einschätzung: Indischer Pate ruht und entscheidet

3 Sterne

Text © Anja Schmidt für DragonViews.com (2008)