"Mr. Vampire"
Ricky LAU
Inhalt
Es sieht aus wie ein Routinejob für Priester Kou: Ein Toter soll nach 20 Jahren an einem neuen, mehr glücksbringenden Ort nochmals bestattet werden. Doch nach Ausbuddelung der Leiche stellt sich heraus: Der vermeintlich friedlich Schlummernde ist ein Vampir, und ein sehr agiler noch dazu. Bald hüpft (ja!) er wieder munter durch die Gegend und durchbohrt die Hälse seiner Opfer mit seinen langen, hellblauen (genau!) Fingernägeln. Und derweil verguckt sich Kous Assistent Tsausan auch noch in eine hübsche Geisterfrau...
Kommentar
Es gibt unendlich viele Mittel zur Vampirbekämpfung in dieser überdrehten Horrorkomödie: Räucherstäbchen und achteckige Spiegel helfen ebenso wie ein gelber Zettel mit einer Beschwörungsformel in roter Schrift, der dem arglos heranhüpfenden Untoten an die Stirn geklatscht wird. Gute Kung-Fu-Kenntnisse schaden ebenfalls nicht. Wer die nicht hat, kann sich aber immer noch damit behelfen, dem blutrünstigen Gegner die Nasenlöcher zu verstopfen, damit dieser den verräterischen Atem seiner Opfer nicht mehr bemerkt. Nur zu blöd aber, wenn der Vampir dann plötzlich niesen muss. Also kurz gesagt: "Mr. Vampire" sprudelt geradezu über vor abstrusen Ideen und lässt auch nach wiederholtem Anschauen kein Auge trocken. Schon das Konzept, dass sich die Untoten wie ferngesteuerte Kängurus fortbewegen, ist ein Clou, der mit Sicherheit keinem westlichen Filmemacher eingefallen wäre. Zu Recht brachte es dieser Klassiker in Hongkong zu mehreren Fortsetzungen.
Geeignet für: alle, denen "Tanz der Vampire" zu zahm war
Einschätzung: Zum (Un-)Totlachen!

Text © Anne Herskind für DragonViews.com (2006)
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