Cover

LAU Wai-Keung, Andrew &
MAK Siu-Fai, Alan

Inhalt

"Infernal Affairs" – wie alles begann: Der junge Yan wird wegen seines zweifelhaften Familienhintergrunds von der Polizeiakademie geworfen und daraufhin von Inspektor Wong als Maulwurf angeheuert. Über Jahre hinweg bespitzelt er seinen Halbbruder und Triadenboss Ngai, wobei er zwischen Pflicht und Familienbanden hin- und hergerissen ist. Ming hingegen ist Musterschüler auf der Akademie und dabei, auf der Karriereleiter nach oben zu klettern. Seine Vorgesetzten ahnen nicht, dass er heimlich in die Frau von Gangster Sam verliebt ist.

FilmbilderKommentar

"Infernal Affairs 2" ist keine Fortsetzung des Kassenschlagers von 2002, sondern vielmehr dessen Prequel. Der Film deckt die Jahre 1991 bis 1997 ab und schildert, wie die beiden Jungpolizisten jeweils zu Maulwürfen werden – Yan für die Polizei, Ming für die Triaden. Die Story ist ebenso vielschichtig und spannend wie die des Vorgängers, auch wenn Versatzstücke der Handlung natürlich bereits aus dem ersten Teil bestens bekannt sind. Den Figuren wird hier aber eine zusätzliche Tiefe verliehen, die den Film absolut sehenswert macht. So zeigt der später skrupellose Sam durchaus liebenswerte Züge, im Gegensatz dazu erscheint Wong eher zwielichtig in seiner Motivation. Zwar können es die Jungschauspieler Edison Chen und Shawn Yue an Charisma nicht mit Andy Lau und Tony Leung, den Hauptdarstellern des Vorgängers, aufnehmen. Doch das machen Anthony Wong als Inspektor Wong, Eric Tsang als Sam und vor allem der großartige Francis Ng in der Rolle des Gangsterbosses Ngai mehr als wett. Die blaugrauen, nahezu monochromen Bilder und die perfekt getimten Shootouts tun ihr Übriges, um auch "Infernal Affairs 2" zu einem wahren Highlight des Hongkong-Actionkinos zu machen.

Geeignet für: Freunde vielschichtiger Thriller

Einschätzung: Gelungenes Prequel

4 Sterne

Text © Anne Herskind für DragonViews.com (2006)