Aufgewachsen bei streng religiösen Eltern ist Aomame mit 30 zu einer eiskalten Auftragskillerin geworden. Nur eins bereut sie in ihrem Leben: dass sie nie ihre Jugendliebe Tengo wiedergesehen hat. Der ist inzwischen Mathetutor und arbeitet an einer Schriftstellerkarriere. Als Aomame auf dem Weg zu einem Auftrag die Welt von 1Q84, eine alternative Realität mit zwei Monden, betritt, laufen die Geschichten von Aomame und Tengo langsam zusammen. Beide stoßen sie auf eine geheimnisvolle Sekte, in die 17-jährige Fukaeri den „Little People“ begegnet ist. Und während Tengo mit Fukaeri in Traumwelten abtaucht, muss sich Aomame grausamen Wahrheiten stellen… Continue reading →
Es ist Weihnachten und eigentlich sollte Sam-soon diesen Abend in romantischer Zweisamkeit mit ihrem Freund Hyun-woo verbringen. Doch stattdessen erwischt sie ihn beim Fremdgehen. Es kommt zum Eklat und Sam-soon landet irgendwie in der Herrentoiletten, wo sie ausgerechnet dem smarten und scharfzüngigen Restaurantbesitzer Jin-heon begegnet. Als die beiden sich einige Monater später wieder begegnet, stellt Jin-heon die arbeitslose Sam-soon nicht nur als Pâtissier ein: Gegen einen kleinen Kredit wird die pummelige Konditorin auch noch als Freundin angeheuert. So will Jin-heon die ständigen Verkupplungsversuche seiner Mutter umgehen. Doch dann funkt es gewaltig zwischen Sam-soon und ihrem Chef – just in dem Moment kommt Jin-heons Ex-Freundin aus den U.S.A. zurück und will mit ihm ein neues Leben anfangen. Für wen entscheidet sich Jin-heon? Das übergewichtige, provozierende Großmaul oder seine Jugendliebe, eine Schönheit mit perfekten Manieren? Continue reading →
In Japan geht die Angst vor einem Videofluch um. Die Reporterin Reiko recherchiert und erfährt, dass jeder, der sich ein bestimmtes ominöse Videoband ansieht, innerhalb einer Woche sterben soll. Sie startet einen Selbstversuch und schaut sich das Tape an. Fasziniert begiebt sie sich auf Spurensuche und stößt auf eine grausame Vorgeschichte. Ernst wird die Sache, als Yoichi, der kleine Sohn von Reiko, das Video entdeckt und es sich anschaut. Zusammen mit ihrem Exmann versucht die verzweifelte Mutter, den Fluch noch abzuwenden…
“Ring” oder “Ringu”, wie der Film im Original heißt (und neuerdings auch im Ausland genannt wird, um eine Verwechslung mit dem gleichnamigen amerikanischen Remake zu vermeiden), ist absoluter Kult. Langsam baut sich die Spannung auf und gipfelt in einem Höhepunkt, der kaum zu überbieten ist. Gruselig bis zur letzten Minute, spielt “Ring” mit unseren Ängsten und hinterlässt nachhaltig gesträubte Nackenhaare. Insbesondere wenn man den Film nachts anschaut und sich alleine durch eine dunkle Wohnung tastet, sehnt man sich plötzlich sehr nach einem hell erleuchteten Zimmer – ohne Videorecorder – und verweilt dort erst einmal ein halbes Stündchen… Der Shocker verliert allerdings viel mit der deutschen Synchronisation, daher sollte der Film auf jeden Fall auf Japanisch angesehen werden. Desweiteren sei angemerkt, dass der Film keine Hollywood-Züge aufweist, d.h. keine kurzen, schnellen Schreckeffekte. Wer das braucht, um sich zu gruseln, wird diesen Film nicht zu schätzen wissen.
Geeignet für: alle, die sich eine schlaflose Nacht leisten können
1874: In einem Tokyoter Zuchthaus bringt eine von Rachdurst und Hass erfüllte Frau ein Kind zur Welt, das nur zu einem Zweck “geschaffen” wurde: Vergeltung zu üben. Vergeltung für den Tod des Vaters und Bruders, Vergeltung für die Schändung und Demütigung der Mutter. Und so wird die kleine Yuki bereits als Kind von einem Priester in verschiedenen Kampftechniken geschult, um irgendwann die Peiniger ihrer Familie zur Rechenschaft ziehen zu können. 20 Jahre später ist es soweit: Yuki macht sich auf, die selbst verhängten Todesurteile zu vollstrecken. Doch selbst ein «Kind der Vergeltung» ist nicht gegen unerwartete Emotionen gefeilt, und so muss Yuki nicht nur mit Gangstern, sondern auch mit sich selbst kämpfen.
Jedem Kinofan werden sofort die frappierenden Ähnlichkeiten zwischen Lady Snowblood und O-Ren Ishii aus Quentin Tarantinos “Kill Bill” auffallen: die Titelmelodie, Teile der Hintergrundgeschichte und sogar ganze Filmsequenzen hat Tarantino, der sich auch sonst gerne vom asiatischen Kino inspirieren lässt, übernommen. Kein Wunder! Zählt “Lady Snowblood” doch unumstritten zu den zeitlosen Meisterwerken des japanischen Kinos. Skeptiker, die sich bisher vehement und erfolgreich gegen den Reiz der Samuraifilme gewehrt haben, werden es schwer haben, “Lady Snowblood” nicht zu mögen. Eine durchgehend spannend erzählte Story, kunstvoll umgesetzte Kampfszenen und ein betörender Soundtrack machen den Film zum Must-Have jeder DVD-Sammlung!
Geeignet für: einsame Nächte mit Schoki-Überschuss
Infos zum Film
Titel: Lady Snowblood
Originaltitel: Shurayuki-hime
Regie: Fujita Toshiya
Kategorie: Filmkritik / Japan
Genre: Martial Arts / Drama
Alter: ab ca. 16 Jahre
Schiffe verschwinden auf mysteriöse Weise vor der Küste Japans. Kurz darauf wird ein Forschungsteam auf die Insel Oto geschickt, um Gerüchten über ein Monster nachzugehen. Und tatsächlich finden die Experten den radioaktiv verseuchten, 50 Meter hohen Godzilla – ein Monster aus der Jurazeit, das durch den Abwurf der Atombombe aus seinem tiefen Schlaf geweckt wurde und nun ganz Japan bedroht. Der Zoologe Yamane will Godzilla erforschen, doch plötzlich vernichtet das Riesenmonster ganze Städte und hinterlässt zahlreiche Opfer. Nur Professor Serizawas Oxigen-Zerstörer kann Japan nun noch retten…
Roland Emmerichs “Godzilla” war ja ganz nett, aber im Vergleich zum japanischen Original von 1954 hinterlässt die moderne Hollywoodfassung kaum nennenswerte Eindrücke. Markerschütterndes Gebrüll, Modelleisenbahnen, die gekonnt entgleisen und ein zurückgezogenes Wissenschaftsgenie, das sich selbst opfert – all das bietet nur das Original aus den 50er Jahren. Auch wenn Tricktechnik und Bildqualität etwas antiquiert wirken, so büßt der Studio-Toho-Film auch heute nichts an seiner Faszination ein. Die damals bahnbrechenden Filmtechniken und ein schwerfälliges Gummimonster eroberten Millionen von Zuschauerherzen und “Godzilla” erlangte so Kultstatus. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Godzilla-Filmen, die zumeist lediglich von dem Glanz des legendären Urzeitriesen zehren. Auch über 50 Jahre nach seiner Premiere ist “Godzilla – Das Original” ein Heidenspaß voller Action und schauriger Retro-Momente. Insbesondere die japanische Langfassung bietet ausgedehnte Godzilla-Angriffe und ist so für echte Fans unentbehrlich.
Infos zum Film
Titel: Godzilla – Das Original
Originaltitel: Gojira
Regie: Honda Ishiro
Kategorie: Filmkritik / Japan
Genre: Fantasy / Sci-Fi / Monster
Alter: ab ca. 12 Jahre
Die menschliche Rasse wurde fast vollkommen ausgelöscht und die Überlebenden müssen sich gegen sogenannte “Engel” wehren, biotechnische Kampfeinheiten. Die ultimativen Verteidungswaffen sind die von der geheimen Organization NERV entwickelten Evangelions, die von Jugendlichen gesteuert werden. Einer von ihnen ist der 14-jährige Shinji, dessen Vater das Projekt überwacht. Shinji kann sich mit seiner Rolle als Soldat nur schwer abfinden und steht ständig in einem Gewissenskonflikt. Sehr langsam findet er Anschluss in der Schule und bei den beiden anderen Evangelion-Piloten Rei und Asuka. Die ständigen Angriffe von Engeln fordern ihnen einiges ab und hinter den Kulissen werden strategische Pläne geschmiedet, die nicht ganz risikolos sind. Doch Shinji muss Stärke beweisen, um seinen EVA unter Kontrolle zu kriegen und schlussendlich das Überleben der Menschheit zu sichern… Continue reading →