Sumo

Traditioneller japanischer Ringsportkampf. Zwei Kämpfer stehen sich in einem mit Sand bedeckten Ring gegenüber und versuchen sich gegenseitig auf den Boden, oder aus dem Ring zu befördern. Ein Kampf dauert meist nur Sekunden und wird von vielen Zeremonien begleitet. So gilt das Werfen von Reis in den Ring als Akt der Reinigung. Auch das Stampfen in gebückter Haltung und das Zeigen der Handflächen gehört zur Vorbereitung auf den Kampf. Die auch als Rikishi bekannten Schwergewichte tragen einen sogenannten »Mawashi« (Gürtel), der gerne als Halteriemen genutzt wird, um den Gegner aus dem Ring zu hieven. Grundsätzlich sind schieben, stoßen, schubsen und auch viele dem Judo entliehenen Wurftechniken erlaubt. Verboten ist z.B. das Ziehen an der traditionellen Sumofrisur (ein hinter dem Kopf nach oben geschwungener Zopf).

Beim Sumo gibt es keine Gewichtsklassen, sodass ein hohes Kampfgewicht in Kombination mit einer ausgefeilten Technik große Vorteile bietet. Daher wird in den Sumo-Schulen (»heya«), in denen die Ringer trainieren und wohnen, großer Wert auf ein hartes Training und besonders nahrhafte Kost gelegt. Professionelle Sumoringer bringen in der Regel zwischen 100 und 200 Kilos auf die Waage. Viele davon reduzieren ihr Gewicht jedoch nach Ende ihrer Sportlerlaufbahn und wechseln zur Theorie. Sie arbeiten als Funktionäre, Trainer oder befassen sich anderweitig weiterhin mit Sumo.

Der Sumosport kämpft in Japan mit Nachwuchsproblemen. Längst haben Fußball und Baseball die traditionellen japanischen Sportarten in der Gunst der Jugend überholt. Auch die Erfolge von ausländischen Sumoringer (z.B. Mongolei, Hawaii) bei den sechs großen »Basho« (Kämpfen) im Jahr mindern das Interesse im eigenen Land. Auch Diskussionen über mögliche Manipulationen durch die japanische Yakuza erschweren die Situation. Dennoch kann der Sport mit Gehältern zwischen ein paar hundert bis hunderttausend Euro pro Monat sehr lukrativ und prestigeträchtig sein. Auszubildende und Sumoringer niedrigen Ranges müssen jedoch zunächst mit dem niedrigen Status verbundene Arbeiten im Heya ertragen (Putzen, Kochen und sich um das Wohl höherer Ränge kümmern).

Die chinesischen Tierkreiszeichen: Hahn

“Hähne” sind geborene Autodidakten. Sie lernen leicht und schnell und geben ihr Wissen dann gerne preis. Sie sind sehr eloquent -insbesondere wenn sie selbst das Thema sind. Dann sind sie auch höchst unterhaltsam. Kritik an ihrem Schaffen verkraften sie nicht so gut -sie sind sensibler als sie scheinen und nehmen negatives Feedback persönlich.

Liebe & Partnerschaft
Hähne suchen nicht nach einem kurzen Flirt, sondern dem Partner fürs Leben. Ganz nach dem Motto “Nehmen ist seliger als Geben”(!) erwarten Hähne viel und erfüllen selbst nur ungern die Erwartungen anderer.

Karriere & Freundschaften
Hähne können perfekt eine Familie managen. Sie können gleichzeitig all ihre Arbeiten problemlos erledigen und sich gleichzeitig um die Kinder kümmern. Aber auch im Beruf sind sie gefragte Alleskönner.

Charakter

•pompös
•prahlerisch
•fähig
•zügellos
•strapazierfähig
•gedankenlos

Ideale Jobs

•Zahnarzt
•Polizist
•Nachrichtensprecher
•Restaurantbesitzer
•Kellner
•Soldat

Berühmte Hähne

•Johann Strauss
•Katharine Hepburn
•Peter Ustinov
•Philip Roth
•Joan Collins
•Roman Polanski
•Eric Clapton
•Dolly Parton

Die chinesischen Tierkreiszeichen: Ziege

Ziege

“Ziegen” hassen es, von anderen kontrolliert oder in ihrer Freiheit eingeschränkt zu werden. Sie machen gerne neue Erfahrungen und sind so neugierig, dass sie in jedes Problem hineinschlittern, das sich auf ihrem Weg befindet. Aber das stört sie nicht weiter. Ziegen bleiben cool und genießen das Leben so wie es kommt. Zukunft ist etwas, das sie nicht betrifft. Und diese geistige Freiheit genießen sie am liebsten mit neuen Bekanntschaften, denen sie auch gerne einmal aus einer Verlegenheit helfen. Continue reading

Die chinesischen Tierkreiszeichen: Schwein

“Schweine” lieben die guten Seiten des Lebens und genießen es, für Freunde da zu sein und… für sie zu kochen! Schweine sind “Haustiere”: Sie verbringen ihre Zeit am liebsten in Ruhe und Frieden im heimischen Stall. Dann widmen sie sich der Selbstanalyse -ersparen aber anderen nicht das Ergebnis ebendieser.

Liebe & Partnerschaft
Schweine sind zu sehr mit ihrem eigenen Innenleben beschäftigt, um ihrem Partner viel Aufmerksamkeit schenken zu können. Sie selbst sind zufrieden, wenn man sie ab und zu ihrer Selbstanalyse überlässt. Schweine in der Brunftzeit können sich kaum zügeln -ihnen sollte man daher besser aus dem Weg gehen.

Karriere & Freundschaften
Schweine sind nicht nur aufgrund ihrer Kochkünste sehr beliebt. Sie sind gute Ratgeber und teilen ihre strikten Wertvorstellungen gerne mit Freunden. Im Gegenzug erwarten sie, dass man sich ausgiebig um sie kümmert -und zwar so, dass sie nicht mit dem Wort “Arbeit” konfrontiert werden.

Charakter

•optimistisch
•ängstlich
•fleißig
•materialistisch
•vorsichtig
•nachsichtig

Ideale Jobs

•Musiker
•Samariter
•Beamter
•Koch
•Schuhmacher
•Bauunternehmer

Berühmte Schweine

•Humpfrey Bogart
•Ronald Reagan
•Richard Attenborough
•Maria Callas
•Dudley Moore
•Jerry Lee Lewis
•Elton John
•Alfred Hitchcock

Die chinesischen Tierkreiszeichen: Pferd

“Pferde” mögen es einfach und simpel. Komplizierte Versteckspiele sind nichts für sie. Daher sagen Pferde was sie meinen -und sind dabei kaum zu stoppen! Die Welt sollte sich zumindest ein bisschen um sie drehen, ansonsten fangen sie an zu schmollen und werden aufmüpfig. Manchmal übertreiben sie es mit dem Selbstlob -entgegen jeglicher Etikette. Dafür sind Pferde sehr großzügig und sind anderen eine große Stütze in allen Lebenslagen.

Liebe & Partnerschaft
Pferde lieben die Liebe. Sie lassen ihren Charme spielen, um andere für sich einzunehmen, und können dabei etwas ungeduldig werden. Je schneller sie zu ihrem Ziel kommen, umso besser.

Karriere & Freundschaften
Pferde leben im Hier und Jetzt -Geschäftliches langweilt sie zu Tode. Sie lassen lieber ihrer Kreativität freien Lauf. Gesellige Miteinander mögen sie ganz besonders. Dabei verschütten sie schon einmal das ein oder andere -Pferde sind einfach hoffnungslos tollpatschig.

Charakter

•flexibel
•unsicher
•gesprächig
•ehrgeizig
•aufrichtig
•verschwenderisch

Ideale Jobs

•Dichter
•Reiseleiter
•Erfinder
•Reporter
•Maler
•Techniker

Berühmte Pferde

•Rembrandt
•Isaac Newton
•Clint Eastwood
•Sean Connery
•Ray Charles
•Paul McCartney
•Jimi Hendrix
•Barbara Streisand

Buddha für alle? Ein Esoterik-Laden zwischen Selbstfindung, Kitsch und Kommerz

Nur mit einem weißen BH und einer hochgekrempelten dunklen Jeans bekleidet macht es sich Birgit Fischer (49) auf einer weißen Liege bequem: Die Inhaberin einer Sprachschule streckt den linken Arm hoch über den Kopf und wird von einer Dame in fortgeschrittenem Alter mit Babypuder unter der Achsel bestäubt. «Jetzt möchte ich Sie bitten, mit der Hand Ihre Brust zu schnappen», fordert die gebürtige Ägypterin Aliki Gath die 49-Jährige auf. Frau Fischer greift beherzt nach ihrer linken Brust und schafft damit den nötigen Raum, den Aliki Gath braucht, um die ungeliebte Achselbehaarung von Birgit Fischer mit einem Naturwachs zu entfernen. «Das tut jetzt irre weh», warnt sie ihre Kundin mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen. «Glaub ich nicht», kontert Frau Fischer. Sie reckt den Hals und beobachtet, wie Aliki Gath die klebrige Mischung aus Zucker, Zitrone und Sonnenblumenöl (Halawa) in ihre Achsel drückt und mit einem Tuch wieder abzieht. «Ich bin total begeistert -absolut irre», sagt die Kundin schon während der Behandlung immer wieder und schüttelt ungläubig den Kopf. «Hier steh ich nie wieder auf!»

Und während die lebhafte Enthaarungsexpertin Gath eine Gruppe interessierter Frauen dazu auffordert, die Enthaarungsmischung einfach einmal abzulecken und enthaarte Stellen mit Speichel einzuschmieren, blickt Frau Maneg (58) skeptisch in die umliegenden Räume des Esoterik-Ladens “Secret Emotions”. “Das ist wie eine andere Welt”, sagt sie über den “Energy-Floor” -so nennt man hier das Kellergeschoss. Die robuste Endfünfzigerin ist nur durch Zufall auf einem Einkaufsbummel in den Laden geraten. Langsam und immer neugieriger stöbert sie dann im Obergeschoss des Ladens, der sich seit 17 Jahren im Herzen Hamburg – Altonas befindet.

Weihrauch, Patchouli und Lavendel sorgen im Obergeschoss von “Secret Emotions” für intensive Geruchserlebnisse. «Natürlich muss man mit den Düften umgehen können», erzählt Frederike Ramünke. Die 17-jährige Aushilfe arbeitet bereits seit einem Jahr in dem Esoterik-Laden und gibt zu: «Meine Mutter ist auch so leicht angehaucht. Ich bin so aufgewachsen», und deutet auf die zahlreichen Buddhastatuen, die es hier in allen Größen zu kaufen gibt. Die wären für sie aber reine Dekoration, sagt Frederike Ramünke. Religiöse oder esoterische Bekenntnisse sind hier schwer zu finden. Dafür bestimmen jede Menge Feng-Shui-Zimmerbrunnen, funkelnde Ohrringe, mit Glitzersteinen veredelte Räucherstäbchenhalter und knallbunte “chinesische” Papier-Lampions, mit japanischen Geishas bedruckt, die Atmosphäre.

Laura Schüler (17), die sich für «gar nicht esoterisch» hält, kauft hier eher Kleinigkeiten: «Das kann man sich nicht tagtäglich leisten. Es sind schon besondere Sachen», sagt die Jugendliche. Ihr Interesse gilt vor allem den Accessoires, die überall im Laden ausliegen. Kosmetische Anwendungen lässt sich Laura Schüler lieber zum Geburtstag schenken -allein ein 100-Gramm-Tiegelchen Halawa kostet hier sechs Euro.

Auch Stammkundin Silke Horstmann (44) leistet sich ab und zu etwas: «Ich kaufe auch Duschgel von Budni, aber das hier ist mal was Besonderes. Man kann ja alles vorher genau angucken und testen», sagt sie überzeugt. «Der Wohn-Schnickschnack muss einem aber schon wirklich gefallen», merkt sie an und blickt auf die chinesischen Teelichthalter. Dann gesteht sie jedoch: «Ich habe aber auch eine Kristalllampe in der Küche.» Mehr wäre bei drei Kindern nicht so alltagstauglich. Zudem müsste sie dann noch mehr abstauben, ergänzt sie schmunzelnd. Silke Horstmann empfindet das Personal eher «bodenständig» und «einfühlend», als esoterisch und fühlt sich hier sehr wohl. Manchmal nimmt sie sogar ihre Kinder mit in den Laden. «Die beiden Jungs sind davon aber nicht so angetan», gibt sie zu, als sie sich zu den “Schönheitstees” umdreht.

Vor dem Geschäft steht die Eigentümerin Gisela Vecker -in ein luftiges olivfarbenes Batikkleid gehüllt. Auf der Stirn trägt sie eine bunte, paillettenbestickte Opernmaske. «Es geht darum, wie man nicht in der Alltäglichkeit versinkt», erklärt sie. «Eigentlich ist jeder Tag toll», sagt sie überzeugt. Nebenbei gibt Gisela Vecker einer Stammkundin noch private Hautpflegetipps. «Das Glück ist immer da», sagt sie hinterher. Es ginge vor allem darum, mehr Lebensfreude in eine «frigide Gesellschaft» zu bringen.

Und während Gisela Vecker energiegeladen Passanten etwas zu trinken anbietet, tritt Birgit Fischer zufrieden, frisch enthaart und mit vollem Einkaufskorb aus dem Laden.