
Lao-Mandarin
Die beiden Opiumkriege und die Industrialisierung erschufen in China Ende des 19. Jahrhunderts eine fremden- und palastfeindliche Atmosphäre. Die Bauern wurden in ihrer Existenz bedroht. Naturkatastrophen und Hungersnöte verschlimmerten die Situation. Hinzu kam, dass christliche Missionäre große Freiheiten besaßen und eine privilegierte Stellung einnahmen. Die Fremden errichteten Kirchen, rissen teils Klöster ab und versprachen Konvertierwilligen Schutz bei Strafverfolgungen, sodass sie bald den Ruf hatten Verbrecher in ihre Reihen aufzunehmen und ihnen ein angenehmes Leben zu bereiten. Besonders in den sehr armen Regionen war die Bevölkerung erbost über diese Zustände. Dies führte zur Gründung des Geheimbundes »Yihetuan« (义和团), einem Ableger der alten Geheimgesellschaft “Weißer Lotus”. Continue reading
Die zunehmende Kritik an Mao Zedongs Politik des “Großen Sprungs nach vorn” verleitet Mao zu einer Reihe von Kampagnen, die seine Macht stärken und seine Kritiker zum Schweigen bringen sollen. 1965 wird mit Angriffen auf Schriftsteller und die Absetzung des Pekinger Bürgermeisters die “Große Proletarische Kulturrevolution” eingeleitet, die offiziell die Jahre 1966 -1976 beherrscht. Kritik- und Verleumdungskampagnen bestimmen den Alltag der Bürger. Intellektuelle, aber auch hohe Beamte, wie z.B. Deng Xiaoping (damals Generalsekretär der KPCh) werden offen angeklagt, gedemütigt und misshandelt.