A Devilish Murder

Zehn Jahre nach dem Tod seiner Frau Ae-ja, macht Lee Shi-mok eine unheimliche Entdeckung: Ein Portrait seiner Frau wird plötzlich lebendig. Als Lee dann noch Zeuge davon wird, wie der Maler des Bildes von einem Geist ermordet wird, beginnt er, über den Tod seiner Frau nachzugrübeln. Dieser Geist ist seine Frau, da ist sich Lee sicher. Doch wofür will sie sich rächen und warum an ihm und seiner Familie? Eine mysteriöse Nacht beginnt, in der die wahren Umstände von Ae-jas Tod endlich aufgedeckt werden…

Auch wenn “A Devilish Murder” bereits 1965 entstand, so ist Lee Yong-mins Horrorfilm zeitlos spannend und unterhaltsam – vergleichbar mit einem Edgar-Wallace-Film. Die Tricktechnik ist natürlich klar überholt und einige Gruseleffekte wirken inzwischen wohl eher unfreiwillig komisch. Dafür ist die Story an sich abendfüllend und man merkt sofort, dass hier noch ganz großes Drama zelebriert wird. Die meisten Filme, die man heutzutage im Fernsehen vorgesetzt bekommt, wirken dagegen äußerst lieblos inszeniert und sind auch handwerklich vergleichweise bescheiden umgesetzt. “A Devilish Murder” setzt dagegen klassische Cine-Momente: Wechselspiele von Licht und Schatten, schrilles Gelächter, zerberstende Spiegel und einen koreanischen “Igor” als Diener – einfach, aber effektvoll. Die Qualität des Streifens ist natürlich mit HD nicht zu vergleichen, aber genau das gibt “A Devilish Murder” auch den gewissen Charme längst vergangener Krimitage.

Geeignet für: Fans von Edgar Wallace und Hitchcock
Einschätzung: Katzenhorror im klassischen Krimigewand

Rating: ★★★★☆ 

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Label: Jeil Films
Jahr: 1965

Infos zum Film
Titel: A Devilish Murder
Regie: Lee Yong-min
Originaltitel: Salinma
Kategorie: Filmkritik / Korea
Genre: Horror
Alter: ab ca. 15 Jahre

Darsteller
Lee Ye-chun
Do Geum-bong
Jeong Ae-ran
Lee Bin-hwa
Nam Kun-won

Lady Snowblood

1874: In einem Tokyoter Zuchthaus bringt eine von Rachdurst und Hass erfüllte Frau ein Kind zur Welt, das nur zu einem Zweck “geschaffen” wurde: Vergeltung zu üben. Vergeltung für den Tod des Vaters und Bruders, Vergeltung für die Schändung und Demütigung der Mutter. Und so wird die kleine Yuki bereits als Kind von einem Priester in verschiedenen Kampftechniken geschult, um irgendwann die Peiniger ihrer Familie zur Rechenschaft ziehen zu können. 20 Jahre später ist es soweit: Yuki macht sich auf, die selbst verhängten Todesurteile zu vollstrecken. Doch selbst ein «Kind der Vergeltung» ist nicht gegen unerwartete Emotionen gefeilt, und so muss Yuki nicht nur mit Gangstern, sondern auch mit sich selbst kämpfen.

Jedem Kinofan werden sofort die frappierenden Ähnlichkeiten zwischen Lady Snowblood und O-Ren Ishii aus Quentin Tarantinos “Kill Bill” auffallen: die Titelmelodie, Teile der Hintergrundgeschichte und sogar ganze Filmsequenzen hat Tarantino, der sich auch sonst gerne vom asiatischen Kino inspirieren lässt, übernommen. Kein Wunder! Zählt “Lady Snowblood” doch unumstritten zu den zeitlosen Meisterwerken des japanischen Kinos. Skeptiker, die sich bisher vehement und erfolgreich gegen den Reiz der Samuraifilme gewehrt haben, werden es schwer haben, “Lady Snowblood” nicht zu mögen. Eine durchgehend spannend erzählte Story, kunstvoll umgesetzte Kampfszenen und ein betörender Soundtrack machen den Film zum Must-Have jeder DVD-Sammlung!

Geeignet für: einsame Nächte mit Schoki-Überschuss

Einschätzung: Emanzipation einmal anders

Rating: ★★★★★ 

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Label: Rapid Eye Movies
Jahr: 1973
Länge: ca. 98 Minuten

Infos zum Film
Titel: Lady Snowblood
Originaltitel: Shurayuki-hime
Regie: Fujita Toshiya
Kategorie: Filmkritik / Japan
Genre: Martial Arts / Drama
Alter: ab ca. 16 Jahre

Darsteller
Kashima Yuki: Kaji Meiko
Ryûrei: Kurosawa Toshio
Gô: Daimon Masaaki
Sayo: Akaza Miyoko
Shirô: Uchida Shinichi

Hausu

Für die Sommerferien haben Oshore und ihre fünf Freundinnen große Pläne: Sie wollen zusammen Oshores Tante auf dem Land besuchen und die Zeit so richtig genießen. Die Tante kränkelt jedoch etwas, so dass die Mädchen auf sich gestellt sind. Noch vor dem Abendessen verschwindet Mac, die Feinschmeckerin der Truppe, spurlos. Als Fanta nach ihr sucht, findet sie nur einen abgetrennten Kopf. Alles pure Einbildung der schreckhaften Fanta, befinden die Freundinnen. Doch kurz darauf ist auch Sweet nicht mehr da, nur noch ihre Kleider. Langsam wird es den Mädchen unheimlich. Als dann auch noch Melody und Kung Fu angegriffen werden, dämmert es den Freundinnen, dass das Haus es auf sie abgesehen hat. Doch ergeben wollen sie sich nicht…

Das einzige, was in “Hausu” wirklich gruselig ist, sind die Tapeten an Oshores Zimmerwand… Der japanische Klassiker fällt eher in die Kategorie Horrorkomödie und ist damit vergleichbar mit Streifen wie “A Chinese Ghost Story”. Altgediente Horroreffekte (Köpfe und Körperteile, die umherfliegen, Klaviere, die Menschen fressen) werden mit Slapstick und kleinen Musikeinlagen kombiniert. Und diese Mischung ist herrlich amüsant. Die Mädels, die Haus und Tantchen zum Fressen gern haben, hüpfen erschrocken durch das Haus und überzeugen mit äußerst weitsichtigen Einsichten: “Das ist wie in einem alten Horrorfilm!” Ein bisschen Gekreische, eine schlagkräftige Kung-Fu-Kämpferin und eine Tante, die gleich die richtigen Qualitäten der Mädchen zu schätzen weiß: “rund und lecker”. Bei den Freundinnen ist der Name Programm: Melody, Sweet, Kung Fu… Blut fließt reichlich. Dazu kommen noch einige schräge Animationen, Rückblenden im Stummfilmdesign, Träume wie in alten Wildwestfilmen und eine gaaaanz böse Mieze. Kitschig, überzogen, irre. Nichts zum Gruseln, dafür aber jede Menge zum Schmunzeln und Staunen.

Geeignet für: Fans klassischer Gruselfilme, ohne Horrorgarantie

Einschätzung: Böse Mieze, gaaanz böse Mieze!

Rating: ★★★½☆ 

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Label: Rapid Eye Movies
Jahr: 1977
Länge: ca. 87 Minuten

Infos zum Film
Titel: Hausu
Originaltitel: Hausu
Regie: Obayashi Nobuhiko
Kategorie: Filmkritik / Japan
Genre: Klassiker, Horror, Comedy
Alter: ab ca. 16 Jahre

Darsteller
Oshare: Ikegami Kimiko
Fanta: Ohba Kumiko
Tante: Minamida Yoko

Police Story

Ko ist ein zwielichtiger Geschäftsmann und Drogenhändler, der von Detective Kevin Chan nach einem Großeinsatz nur mit Müh und Not verhaftet wird. Kos Sekretärin Selina soll gegen ihn vor Gericht aussagen und wird daraufhin unter den Schutz von Chan gestellt. Doch Selina verschwindet scheinbar spurlos. Der clevere Detective legt sich auf die Lauer und findet sich plötzlich in einem Mordkomplott wieder: Er soll einen Kollegen erschossen haben und dafür selbst in den Knast gehen. Chan flüchtet und macht sich zusammen mit Freundin May auf die Suche nach Beweisen für seine Unschuld.

“Police Story”, für den Jackie Chan sowohl vor als auch hinter der Kamera stand, verdient inzwischen das Prädikat “Kultfilm”. Energiegeladene, traditionelle Kampfkunst trifft hier auf wilde Schießereien, rasante Verfolgungsjagden und deftige Wortwechsel. Jackie Chan glänzt in eindrucksvollen Stunts und auch der Rest des Darstellerteams erweist sich als äußerst schlagkräftig – sogar die Damen wissen sich zu wehren. Natürlich kommt ein Film mit Jackie Chan nicht ohne den üblichen Slapstick aus – macht jedoch nichts, da er sich ideal mit den Actionchoreographien ergänzt. Gewöhnungsbedürftig ist jedoch der Ton dieser ungekürzten DVD-Fassung. Denn: Die vorher herausgeschnitten Szenen wurden einfach mit ihrem Originalton (Kantonesisch mit dt. UT) in den Film eingesetzt. Es empfiehlt sich daher das “Police-Pack” gleich im Original zu schauen. Ansonsten muss sich der Zuschauer mit einem ständigen Wechsel zwischen der deutschen und kantonesischen Tonspur begnügen.

Geeignet für: Action-Liebhaber der alten Schule

Einschätzung: Rasante Stunts am laufenden Band

Rating: ★★★★½ 

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Label: Splendid
Ausgabe: Police-Pack-Edition
Jahr: 1985
Länge: ca. 96 Minuten
Infos zum Film
Titel: Police Story
Regie: Jackie Chan
Originaltitel: Ging chaat goo si
Kategorie: Filmkritik / Hongkong
Genre: Action / Comedy / Martial Arts
Alter: ab ca. 16 Jahre

Schauspieler
Chan Ka-Kui: Jackie Chan
May: Maggie Cheung
Selina Fong: Brigitte Lin
Raymond Li: Lam Kwok-Hung

Godzilla – Das Original

Schiffe verschwinden auf mysteriöse Weise vor der Küste Japans. Kurz darauf wird ein Forschungsteam auf die Insel Oto geschickt, um Gerüchten über ein Monster nachzugehen. Und tatsächlich finden die Experten den radioaktiv verseuchten, 50 Meter hohen Godzilla – ein Monster aus der Jurazeit, das durch den Abwurf der Atombombe aus seinem tiefen Schlaf geweckt wurde und nun ganz Japan bedroht. Der Zoologe Yamane will Godzilla erforschen, doch plötzlich vernichtet das Riesenmonster ganze Städte und hinterlässt zahlreiche Opfer. Nur Professor Serizawas Oxigen-Zerstörer kann Japan nun noch retten…

Roland Emmerichs “Godzilla” war ja ganz nett, aber im Vergleich zum japanischen Original von 1954 hinterlässt die moderne Hollywoodfassung kaum nennenswerte Eindrücke. Markerschütterndes Gebrüll, Modelleisenbahnen, die gekonnt entgleisen und ein zurückgezogenes Wissenschaftsgenie, das sich selbst opfert – all das bietet nur das Original aus den 50er Jahren. Auch wenn Tricktechnik und Bildqualität etwas antiquiert wirken, so büßt der Studio-Toho-Film auch heute nichts an seiner Faszination ein. Die damals bahnbrechenden Filmtechniken und ein schwerfälliges Gummimonster eroberten Millionen von Zuschauerherzen und “Godzilla” erlangte so Kultstatus. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Godzilla-Filmen, die zumeist lediglich von dem Glanz des legendären Urzeitriesen zehren. Auch über 50 Jahre nach seiner Premiere ist “Godzilla – Das Original” ein Heidenspaß voller Action und schauriger Retro-Momente. Insbesondere die japanische Langfassung bietet ausgedehnte Godzilla-Angriffe und ist so für echte Fans unentbehrlich.

Geeignet für: Monsterfans der alten Schule

Einschätzung: Kultklassiker gibt Gummi

Rating: ★★★★★ 

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Label: Splendid
Ausgabe: Ungeschnitte japanische Langfassung
Jahr: 1956
Länge: ca. 92 Minuten

Infos zum Film
Titel: Godzilla – Das Original
Originaltitel: Gojira
Regie: Honda Ishiro
Kategorie: Filmkritik / Japan
Genre: Fantasy / Sci-Fi / Monster
Alter: ab ca. 12 Jahre

Darsteller
Yamane: Kochi Momoko
Serizawa: Hirata Akihiko
Ogata Hideto: Takarada Akira

Sasori – Vol. 1: Scorpion

Betrogen von ihrem Liebhaber, dem Drogenfahnder Sugimi, verübt Matsu einen Anschlag auf ihren Peiniger. Doch sie scheitert und landet in einem Frauengefängnis. Die “Gefangene Nr. 701? wagt drei Jahre später einen Fluchtversucht und zeigt sich auch sonst wenig einsichtig. Mit Aufseherinnen, Wärtern, dem Direktor und sogar den meisten Mitgefangenen steht sie auf Kriegsfuß und muss dafür ordentlich einstecken. Erfüllt von Hass und Rachegedanken erträgt sie alles und selbst als Sugumi eine Killerin auf sie ansetzt, gibt sie nicht auf…

In “Scorpion”, dem ersten Teil der Sasori-Reihe ist die Filmwelt noch in Ordnung: Da sind Frauen lüsterne Schlampen und Männer widerwärtige Schweine. Und Kaji Meiko, die in dem japanischen 70er-Jahre-Streifen die Rolle als weiblicher Racheengel Matsu übernommen hat, kann so herrlich böse gucken, dass einem gleich sämtliche Glieder gefrieren. Ein Todesengel sondergleichen, der dem Genre einen echten Klassiker beschert hat. Aber auch sonst, hat der Film so einiges zu bieten: symbolgeschwängerte Szenerien, intensive Farbspiele, außergewöhnliche Perspektiven, rasante Schnitte und Szenenwechsel, die dem Theater entstammen. Wenn man mal von einigen Patzern (und der Schäferhund hat sich doch bewegt!) und den üblichen dramaturgischen Eigenheiten der Zeit (ob die Darsteller nach dem Film überhaupt noch Stimme hatten?) absieht, ein rundum gelungener Genrefilm. Wer Kunstblut und nackte Haut tolerieren kann, bekommt einen mitreißenden, actionreichen Film, den man lange nicht vergisst.

Geeignet für: Freunde des Rachegenres

Einschätzung: Böse! Echt böse!

Rating: ★★★★☆ 

© Quelle
Label: Rapid Eye Movies
Jahr: 1972
Länge: ca. 87 Minuten

Infos zum Film
Titel: Sasori – Vol. 1: Scorpion
Originaltitel: Joshuu 701-gô: Sasori
Regie: Kawasaki Minoru
Kategorie: Filmkritik / Japan
Genre: Klassiker, Action, Crime, Sleaze
Alter: ab ca. 18 Jahre

Darsteller
Matsushima Nami: Kaji Meiko
Sugimi: Natsuyagi Isao
Katagiri: Yokoyama Rie