"Life" Bd. 1
SUENOBU Keiko
Inhalt
Ayumu und Shinozuka sind beste Freundinnen wollen beide zusammen den Stress der Oberschulaufnahmeprüfungen bestehen. Seit Jahren ist es Shinozukas größter Traum, auf die Nishi High zu gehen und auch Ayumu lässt sich von ihrem Enthusiasmus anstecken. Doch anstatt Shinozuka wird Ayumu von der Nishi aufgenommen und Shinozuka kündigt ihrer Freundin daraufhin die Freundschaft. Ayumu ist entsetzt und fühlt sich so verlassen, dass sie anfängt sich selbst zu verletzten. Auch auf der neuen Schule wird es nicht besser. Sie gerät in die Clique von Manami — eine oberflächliche Gruppe von Mädchen, die andere ausgrenzt. Doch Ayumu will dazugehören und lässt sich auf ein Versprechen ein, das sie nur schwer einlösen kann…
Kommentar
"Life" erzählt eine ungewöhnliche Geschichte eines Mädchens, das unter Schuldruck und privatem Stress an Borderline erkrankt. Sie beginnt, sich selbst zu ritzen — um so den angestauten Druck und die ihr unerträglichen Gefühle rauszulassen. Auch im Westen nimmt diese Krankheit unter jungen Mädchen zu — in Japan ist der Druck, unter dem Schüler stehen wesentlich höher und es nötig, dieses Problem auch in Mangas zu thematisieren. Und Suenobu Keiko macht dies im ersten Band von "Life" recht gut. Sie entwickelt eine gradlinige Geschichte und schildert detailreich Ayumus Kampf mit sich selbst, der auch visuell klar erkennbar umgesetzt wird. In kritischen Augenblicken werden die Bilder düsterer, verschwommen und wirr, in stabilen Momenten von Ayumus Leben wieder heller und klarer. Suenobu kombiniert hier geschickt unterschiedliche Stile, um Ayumus Gefühle umzusetzen, bleibt aber insgesamt zu angepasst, um eigene klare Linien zu präsentieren. Eine fesselnde Story und solides Charakter Design — ein guter Start.
Text © Anja Schmidt für DragonViews.com(2009)
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